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Alle Expertinnen, Künstlerinnen und Befragten im Überlblick:

 

Ina Meredi Arakelian 

Ina Meredi Arakelian kam am 4.12.1992 in Berlin auf die Welt. 2003 bis 2013 studierte Meredi als Jungstudentin Harfe und Komposition an der Hochschule für Musik und Universität der Künste Berlin. Sie gewann mehrere Preise, unter anderem beim Bundeswettbewerb „Jugend Komponiert“ und Jeunesses Musicales, Weikersheim.
2007 begann Meredi Theatermusik zu schreiben und später auch für Filme, Ballette und Werbungen Musik zu komponieren.
2018 bekam sie ihren Bachelor of Arts in Filmmusik bei Prof. Gerd Baumann an der Hochschule für Musik und Theater München.

Kürzlich komponierte Ina Meredi Arakelian die Filmmusik für den Kinofilm „Unheimlich perfekte Freunde“ (vornominiert für den deutschen Filmpreis). Auch schrieb sie die Musik zu der ZDF-Reihe “Filmfrauen”, in der Frauen das Filmbusiness mit der Genderbrille aus eigenen Erfahrungen diskutieren, schrieb sie die Musik.

Für sie ist die Musik einfach immer da. “Die Melodien kommen von selbst”, meint sie. Ihre Kompositionen sind mal schwebend, phantasievoll, zauberhaft, mal klangflächig oder hypnotisierend, einhüllend, cool, massiv, vibrierend.

-> mehr Aussagen von Ina Meredi Arakelian im Podcast “Komponistinnen heute: Wo ist der weibliche Jörg Widmann?”

mehr Infos unter: https://www.inamerediarakelian.de/music

Prof. Carola Bauckholt
Carola Bauckholt ist eine Komponistin, die seit fast vierzig Jahren international aktiv ist. Sie hat ihre Karriere begonnen, als Frauen die große Ausnahme waren. Mauricio Kagel nahm Carola Bauckholt mit 19 Jahren in seine Imrovisations- und Interpretenklasse in Köln auf. Nach dem Studium gewann sie zahlreiche Stipendien und Preise wie den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA in der Kategorie Experimentelle Musik 2010. 1985 war sie Mitbegründerin des Thürmchen Verlages. Seit 2015 ist sie Professorin für Komposition mit Schwerpunkt Neues Musiktheater an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.
Carola Bauckholts Werke beinhalten oft Elemente des Musiktheaters. Geräusche und Klänge des Alltags prägen ihre Musik, beispielsweise in ihren Werken “Atempause” oder “Zugvögel”.
 
 -> mehr Aussagen von Carola Bauckholt im Podcast Frauenpower bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik”
 
Anja Bihlmaier

Anja Bihlmaier ist freie Dirigentin mit “zweiter Heimat” in Skandinavien. Ihre erste Heimat ist Schwäbisch Gmünd. Von dort führte es sie zum Studium für Lehramt Musik und Dirigieren nach Freiburg und Salzburg. Weitere Stationen als Kapellmeisterin waren das Staatstheater Kassel, die Staatsoper Hannover und das Theater Chemnitz. In wenigen Jahren wurde sie in Skandinavien zu einer gefragten Dirigentin. So leitet sie regelmäßig große Orchester in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island. Der Koffer steht bereit für die kommenden Begegnungen. Sie ist begeistert von den Farben eines Orchesters und dem Konzertieren, bei dem alle gemeinsam eine Idee präsentieren.

 -> mehr Aussagen von Anja Bihlmaier im Podcast “Frauen vor dem Orchester”

mehr Infos unter: http://anjabihlmaier.de/de/anja-bihlmaier/

Elisabeth Brendel
Elisabeth Brendel ist im Archiv Frau und Musik für den Presse- und Öffentlichkeitsbereich tätig, gibt Führungen für alle Interessierten, hilft bei musikwissenschaftlichen Fragestellungen und plant Veranstaltungen wie Konzerte für das Archiv. Auch berät sie Programmplaner und Intendanten, die Frauen in ihr Konzertprogramm aufnehmen wollen:
 
-> mehr Aussagen von Elisabeth Brendel im Podcast  “Historische Komponistinnen im Archiv Frau und Musik”
Dr. Meret Forster

Meret Forster studierte unter anderem Musikwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in Amsterdam und Berlin. Durch ihre frühen vielseitigen journalistischen Tätigkeiten, unter anderem beim MDR mit Schwerpunkt auf Neue Musik und Konzertmitschnitten, verfügt sie über ein fundiertes Wissen über den Klassikbetrieb.

Seit 2011 ist sie Redaktionsleiterin bei BR-KLASSIK. Hier ist sie für viele Angelegenheiten rund um Veranstaltungen und Konzerte verantwortlich, beispielsweise für Konzertmitschnitte oder Live-Übertragungen. Zudem ist sie mit Oswald Beaujean künstlerische Leiterin des ARD-Musikwettbewerbs.

-> mehr Aussagen von Meret Forster in den Podcasts Komponistinnen heute: Wo ist der weibliche Jörg Widmann?”  und  Nach #metoo: Was hat sich geändert?”

Prof. Dr. Dorothea Hofmann
Dorothea Hofmann, in Bamberg geboren, studierte Schulmusik, Chorleitung und Klavier in München und Salzburg sowie Musikwissenschaft und Philosophie in München und Augsburg. Als Pianistin war sie 1993 Preisträgerin im Internationalen Interpreten Wettbewerb für zeitgenössische Musik in Rotterdam. Ihre Erfolge (Auszüge): Als Komponistin erhielt sie 2006 den 1. Preis beim internationalen Herbert-Baumann-Kompositionswettbewerb, 2007 war sie Stipendiatin des Centro Tedesco di Studi Veneziani in Venedig. Sie lehrt an der Hochschule für Musik und Theater München Musikwissenschaft.
 
Bei der Wahl ihrer Studienfächer Ende der 70er hatte sie ständig Kompromisse gemacht, weil es damals laut eigenen Aussagen Organistinnen, Dirigentinnen oder Komponistinnen schwer hatten. So nahm sie das Wissen aus ihren Studiengängen mit, um sich selbst autodidaktisch über Spielweisen von Instrumenten, Instrumentierung etc. als Komponistin weiterzubilden.
Ihre Werke sind regelmäßig vor allem in München zu hören.
 

-> mehr Aussagen von Dorothea Hofmann im Podcast Komponistinnen heute: Wo ist der weibliche Jörg Widmann?” 

 mehr Infos unter: http://www.hofmannmusic.de/
Clara Iannotta

Clara Iannotta wurde 1983 in Rom geboren. Sie studierte in Rom Flöte, dann Komposition in Mailand, Paris und an der Harvard Universität. Außerdem wurde sie 2013 in das Berliner Künstlerprogramm des DAAD aufgenommen.

Ihre Werke erklingen auf sämtlichen Festivals in Europa wie den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, Festival d’Automne, ECLAT-Festival Stuttgart und dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt. 2018 gewann sie den Hindemith-Preis. Seit 2014 ist sie Intendantin der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik und setzt sich dort für eine Parität der Geschlechter unter den Komponisten ein. Sie lebt in Berlin.

Es ist ihr ein Anliegen, frischen Wind in die Neue-Musik-Szene zu bringen. Ihr Kompositionsstil bedient sich feinsinnigen Klängen und Geräuschen, die nicht unbedingt von herkömmlichen Instrumenten stammen müssen. Sie versucht damit ein musikalisches Abbild eines Bildes oder Eindruckes zu erzeugen. So schafft sie es die Titel mit teilweise skurilen Bildern klanglich so genau abzubilden, dass man auch ohne den Titel zu kennen auf diesen kommen könnte. Beispiele: “dead wasps in the jam-jar“, “paw-marks in wet cement”, “The people here go mad. They blame the wind.” Auch arbeitet sie mit Rauminstallationen, wie bei ihrem Projekt: “skull ark, upturned with no mast”

  -> mehr Aussagen von Clara Iannotta im PodcastFrauenpower bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik”

mehr Infos unter: http://claraiannotta.com/
Mary Ellen Kitchens
Der Wirkungskreis der gebürtigen Texanerin Mary Ellen Kitchens ist sehr vielseitig: Sie engagiert sich in verschiedenen Vereinen. So ist sie Vorstandsfrau des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik, setzt sich damit ehrenamtlich beim Archiv Frau und Musik ein, unter anderem für die Digitalisierung des Archivs. Außerdem ist sie langjähriges Mitglied beim musica femina e.V. München. Sie ist eine echte Expertin, was die Genderproblematik in der klassischen Musik betrifft, verfolgt viele Interviews und Biographien.
Sie plant selbst Konzertprogramme als Vorstehende des Orchestervereins Kempten/Allgäu, als musikalische Leiterin des Frauen-Projekt-Orchesters Berlin oder unter anderem des Regenbogenchors München.
Hauptberuflich ist sie in der Abteilung Bestandsmanagement und Digitalisierung beim Bayerischen Rundfunk beschäftigt.
 

-> mehr Aussagen von Mary Ellen Kitchens in den Podcasts Komponistinnen heute: Wo ist der weibliche Jörg Widmann?” und “Historische Komponistinnen im Archiv Frau und Musik”

Prof. Dr. Bernd Redmann

Seit Oktober 2014 ist Prof. Dr. Bernd Redmann Präsident der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2005 ist der studierte Komponist und Musiktheoretiker als Professor für Gehörbildung und Musiktheorie an der HMTM tätig. Von 1999 bis 2005 hatte er bereits eine Professur für Tonsatz und Improvisation an der Kölner Musikhochschule inne. Zudem ist er selbst aktiver Komponist veschiedener Besetzungen.

Zur Zeit kümmert er sich um die Renovierung der Hochschulgebäude und bemüht sich um eine offene Atmosphäre nach den Vorfällen von sexueller Belästigung und Machtmissbrauch durch den ehemaligen Präsidenten.
 

 -> mehr Aussagen von Bernd Redmann im Podcast “Nach #metoo: Was hat sich geändert?”

Nico Samitz
Nico Samitz ist Trompeter im Probejahr bei den Münchner Philharmonikern. Er studierte in Salzburg Trompete und gewann schon während des Studiums eine Akademiestelle in der bayerischen Staatsoper. In diesen zwei bedeutenden Orchestern konnte er Dirigentinnen wie Oksana Lyniv und Simone Young bei der Probenarbeit und im Konzert erleben.

Er war Mitglied im Europäischen Jugendorchester (EUYO) und im Polizeiorchester Bayern. Außerdem komponiert er  für das von ihm mitgegründete Musik-Kabarett-Ensemble “BlechReiz BrassQuintett”.

Dr. Charlotte Seither

Charlotte Seither ist nicht nur als Komponistin international aktiv, sondern auch Vorsitzende in vielen wichtigen Räten, darunter im GEMA-Aufsichtsrat und Mitglied im Präsidium des Deutschen Musikrats (DMR). Sie setzt sich dort für die bessere Sichtbarkeit und Parität für Frauen ein.

Nach ihrem Studium (Klavier, Komposition, Germanistik, Musikwissenschaft, promoviert in Philosophie) in Berlin und Hannover hatte sie zahlreiche internationale Erfolge bei Kompositionswettbewerben und gewann verschiedene Stipendien. Sie war Artist in Residence wie beispielsweise im Palazzo Barbarigo Venedig (1993) und in der Villa Aurora Los Angeles (2000). Sie konnte unter anderem ihr Werk “Language of Leaving” bei den BBC Proms 2013 vorstellen. Sie erhielt diverse Preise wie 2014 den Deutschen Musikautorenpreis.

-> mehr Aussagen von Charlotte Seither im Podcast Komponistinnen heute: Wo ist der weibliche Jörg Widmann?”

mehr Infos unter: http://www.charlotteseither.de/

Anna Skryleva

Ab der Saison 2019/20 ist Anna Skryleva Generalmusikdirektorin am Theater Magdeburg. Mit zehn Jahren wurde sie bereits in die Kompositionsklasse am legendären Tschaikovsky-Konservatorium in Moskau aufgenommen. In Moskau, Berlin und Düsseldorf erhielt sie zuerst eine Ausbildung zur Pianistin, dann zur Dirigentin. Engagements als Assistentin des/der Chefdirigenten/in oder Kapellmeisterin u.a. an der Kölner Oper, am Staatstheater Darmstadt und an der Staatsoper Hamburg folgten. Dort war sie Assistentin ihres Vorbilds Simone Young.

Sie ist Gründerin der internationalen Friedensinitiative “Classic for peace” und sorgt dort für Völkerverständigung. Außerdem ist sie Mitglied des Förderprogramms “Institute for women conductors” der Dallas Opera. Für die Zeit in Magdeburg hat sie sich bei den Stücken vergessener Komponistinnen umgesehen und einiges Spannendes gefunden.

 -> mehr Aussagen von Anna Skryleva im Podcast “Frauen vor dem Orchester”

mehr Infos unter: https://www.annaskryleva.com/